Wortgewalten
Texters Definition von: Pagerank

Mythos Pagerank. Er ist GG, Google Geschichte, so weit ich sehe. Kaputtgelinkt von Webmastern, Google-Spekulanten und Linkfarmern. Der Pagerank ist ein Wert, der die Relevanz einer Webseite wiedergeben soll. Insbesondere generiert er sich aus der Anzahl der Links, die auf eine Domain (Internetadresse) verweisen.
Die Sache mit dem Pagerank hätte prima funktioniert:
Sie haben einen interessanten Inhalt auf Ihrer Webseite, jemand anderer liest ihn und möchte seine eigenen Lesern ermöglichen, den Inhalt auf Ihrer Site nachzulesen. Er setzt einen Link.
Folglich wäre es logisch, dass Ihre Seite einen hohen informativen Wert besitzt, wenn viele Menschen von ihren Internetseiten auf die Ihre verlinken.
Google berechnet den Pagerank nach einer komplexen Formel, die man als «netzorientierte Vererbungslehre» bezeichnen könnte:
PR(A) = (1-d) + d (PR(T1)/C(T1) + ... + PR(Tn)/C(Tn))
Damit können Sie nichts anfangen, aber sowieso hat der Kommerz die Idee des Pagerank überholt.
Wenn Sie als Unternehmer nicht verlangen, dass Ihre Webseiten auf Ihre Art inhaltlich wertvoll sind, wird niemand darauf verlinken — es sei denn, Sie zahlen dafür. Gleichzeitig ist es logisch, dass in einem inzwischen gigantischen Verdrängungsmarkt sowieso kaum noch jemand auf andere Seiten freiwillig verlinkt, wenn es um Business geht.
Angesichts der Masse von Internetpräsenten treibt der Handel mit dem Pagerank dolle Blüten:
Es gibt Linkfarmen und künstliche Webportale mit fadenscheinigen Inhalten, die nur dem Zweck dienen Links zu platzieren bzw. zu verkaufen. Strategische Partnerschaften rund um den Link, Domain Highjacking, Pagerank-Versteigerungen bei eBay, ...
ALLES nur, um eine Idee auszuhebeln, die das Beste wollte, nämlich informative Inhalte nach Relevanz zu sortieren.
Ohne Inhalt relevant sein. Soll das Ihr Ziel sein?
Ich bin froh, dass Google das genauso unmöglich findet: Der Pagerank zählt nicht mehr in dem Maße für eine in Suchmaschinen erfolgreiche Internetpräsenz.
Und das, sehr geehrte Damen und Herren, das ist auch gut so.
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