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Birgitte Tüpker in eigener Sache:

Der kurvenreiche Weg zur Texterin.

 

 

Mehr über Texterin Birgitte TüpkerSie möchten empathische Texte, die den Kunden da abholen, wo er suchend steht? Kann ich. Ihre Texte soll man im Internet finden, wenn man den passenden Suchbegriff eingibt? Dafür gebe ich alles und habe die Suchmaschinen-Kompetenz schlechthin an meiner Seite.

 

Sie wollen einen Texter, der den goldenen Griffel einer Texterschmiede gewonnen hat? Oh, da muss ich passen. Mein Weg zur Texterin war eher querfeldein als zielgerichtet.

 

 

Sind Sie schon einmal nach einer Wanderkarte gewandert?

 

Gar nicht so einfach. Zum Teil fehlen die angegebenen Wegmarkierungen oder man erkennt die Zeichen einfach nicht. Manchmal versperrt ein umgestürzter Baum den gewählten Pfad und zwingt den Wanderer zum Umweg. Gelegentlich lockt auch ein verwunschener Feldweg und bringt den Wanderer von der Zielgeraden ab. Ich kam trotzdem an und bin jetzt genau da, wo ich hinwollte.

 

Den Weg zur Texterin können Sie hier nachlesen.

 

 

 

Klicken & Lesen: Start auf dem Wanderparkplatz Leverkusen 1966

Texterin von Anfang an.Drei große Schwestern, das hat Vor- und Nachteile. Wird die älteste dann noch Lehrerin, erlangt das Nesthäkchen automatisch den Opferstatus:

 

Ich werde das empirische Forschungsobjekt für die Diplomarbeit meiner Schwester und muss schon mit vier Jahren Lesen und Schreiben lernen.

 

 

Zu didaktischen Methoden und psychischen Folgen möchte ich mich nicht äußern, der Vorteil ist, dass ich nun viele, viele Bücher lesen kann, denn mit vier und fünf Jahren habe ich noch unendlich viel Zeit. Die Kinder aus Bullerbü, Michel aus Lönneberga, und Lotta aus der Krachmacherstraße sind meine besten Freunde. Die heißgeliebte Pippi Langstrumpf wird lange Zeit mein Vorbild. Sie alle prägen meine Kindheit.

 

Heute würde ich behaupten, dass diese frühe Leserattentätigkeit stark zu Lasten meiner mathematischen Fähigkeiten ging.

 

Das Abitur schaffe ich trotzdem. Obwohl mein Traumberuf mit 18 Jahren Arzthelferin ist, zwingen mich meine gemeinen Eltern zum Studium. Egal was, Hauptsache Studium. Sie wollen wissen, was ich aus Rache studiert habe? Hier geht die Geschichte weiter:

 

 

1. Etappenziel: Picknick in Köln zwischen WDR und Universität 1985 - 2010

Picknick in Köln.Warum haben meine Eltern das nur erlaubt? Ich studiere Soziologie, Philosophie und Afrikanistik – brotlose Kunst. Und der Studentenjob beim WDR ist auch eigentlich viel spannender.

 

Wen man da alles so im Aufzug trifft: Mario Adorf zum Beispiel, Momo aus der Lindenstraße und einmal sogar den Christoph von der Sendung mit der Maus!

 

 

Im Anschluss bietet man mir die freie Mitarbeit als Autorin für Untertitel an. Sie kennen das, Videotextseite 150, Dialoge zum Mitlesen. So können hörgeschädigte Menschen Fernsehsendungen genießen.

 

Der WDR ist Vorreiter in Sachen 100% Untertitel. Eine gute Sache, möglichst alles, auch aktuelle Sendungen zu untertiteln. Bei kurzfristigen, aktuellen Sendungen ist das nur mit der neuen Technik, die durch Spracherkennung Untertitel erzeugt, möglich.

 

Leider verfolgt man die Strategie: »Mehr Untertitel für weniger Geld«.

 

Dumping-Preise machen in der Branche gerade Karriere. Das geht zu Lasten der Qualität und zu Lasten der langfristigen freien Mitarbeiter, die 2010 alle, nach 20 Jahren guter Arbeit, mit einem lauwarmen Händedruck verabschiedet wurden. Üble Geschichte ...

 

 

Kurze Pause(n): Nestbau und die Folgen vor den Toren Kölns 1994, 1997, 2002.

Nestbau und die Folgen ...1994 wird meine Tochter Julia von mir höchstpersönlich auf die Welt gebracht. Zum Entsetzen des Vaters (»Hol heißes Wasser!«) zu Hause auf dem Schlafzimmerteppich.

 

Weil das so gut geklappt hat, wiederhole ich das Ganze noch zweimal im regelmäßigen Abstand von etwa vier Jahren. Mädchen, Junge, Mädchen – meine Arbeit muss ich dafür nur kurz unterbrechen, Home-Office macht’s möglich und am Anfang schlafen die ja noch viel …

 

Gemeinsam mit Julia, Henrik und Marlene wächst mein Bedürfnis, mich weiterzuentwickeln, etwas anderes zu tun.

 

Abenteuerlustig nehme ich mal wieder einen versteckten Feldweg statt des ausgeschilderten Wanderweges, komme ordentlich vom Weg ab und lande zu sehr später Stunde in … Frankfurt.

 

Virtuell natürlich, auf der Website von www.werbetexterin.de. Ich bleibe fast die ganze Nacht dort. Es gibt so viel zu sehen und zu lesen und überhaupt sind diese beiden Frauen da genau meine Wellenlänge. Jetzt kommt der spannendste Teil der Geschichte:

 

 

Überraschung hinter dem Berg – das Ziel vor Augen.

Probetext oder ‘Die Macht der Krawatte‘.Todmüde von meinem nächtlichen Ausflug nach Frankfurt, schreibe ich am nächsten Morgen einen Liebesbrief an Simone Laub. Mit dieser ungewöhnlichen Kontaktaufnahme punkte ich und erhalte eine Chance.

 

Meine Chance: Ich soll einen Probetext erstellen für … Krawattenhalter.

 

Trotz des ernsten Themas gelingt es mir, Simone und Nadine zu überzeugen. Einziger Minuspunkt: Ich wohne nicht in Frankfurt. Das wird bemängelt. Aber Rhein gegen Main, Dom gegen Alte Oper, Karneval gegen Fassnacht? Ich muss in Köln bleiben, das verstehen Sie doch??

 

 

 

Die Zusammenarbeit fruchtet auch so – Internet und Telefon sind unsere Lebensadern. Immer öfter begegnen wir uns im richtigen Leben. Und wer weiß, vielleicht sehen die Damen ja irgendwann ein, dass Köln einfach der bessere Standort ist ...

 

 

Texte für jeden. Von A wie Apotheker bis Z wie Zahnarzt.

Da liegt es vor mir. Das Produkt. Silberionen soll es aussenden und damit Wasser, z.B. in Kaffeemaschinen sauber halten. Aha.

 

Ich glaube das nicht und das merkt man dem Text, den ich dazu schreibe, leider sofort an.

 

Erst als ich mit Nadine telefoniere und sie mir begeistert erklärt, was für eine tolle Sache das ist, bin ich überzeugt. Jetzt gelingt auch der Text.

 

Eine Texterin muss sich für fast jedes Produkt begeistern können. Natürlich gibt es ethische Grenzen, ich würde nicht über alles schreiben. Es gibt Themen, da muss ich mich bemühen, begeistert zu sein. Das gelingt meist.

 

Es gibt aber auch Lieblingsthemen , da schreibt es sich wie von selbst, mühelos. Ich schreibe z.B. gerne Texte für Ärzte, weil Medizin mein Hobby ist, Texte über alles rund ums Tier, weil ich zweifache Hundebesitzerin bin, Texte für Kinder, weil ich drei davon habe, Texte rund ums Buch, weil ich 300 davon besitze, Texte … ach ich schreibe einfach gern.

 

Sie wollen wissen, wie ich schreibe?

 

Proben meiner bisherigen Arbeiten sehen Sie hier …

 

 

 

 

 

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