Troll
Trolle: Bitte nicht füttern.
... liest man auch im Eingangsbereich von Internetforen, die sich nicht mit Mythen, Sagen oder Mittelerde befassen. Gewarnt wird hier vor einer berüchtigten Sorte Internetuser, die durch provokante Beiträge absichtlich Unruhe verbreitet: dem Troll.
Ein Störer und Provokateur treibt im Internet überall dort sein Unwesen, wo er Aufmerksamkeit findet: Auf Blogs, Facebook und jeder anderen Spielart des Web 2.0. Auf Foren meist frisch angemeldet, erzählt der Troll Märchen, verletzt die Netiquette oder beleidigt User. Um die Diskussion zu stören, nutzt er auch so genannte Sockenpuppen — mehrere Accounts gleichzeitig, um noch mehr Wind zu machen.
Von Themen abseits des Mainstreams fühlt sich ein Troll magisch angezogen: Pikante, politische oder ideologisch gefärbte Diskussionen sind für ihn gefundene Fressen. Darunter leiden oft unschuldige Neulinge, sie werden für Forentrolle gehalten.
Silberkugeln oder Knoblauch helfen da nichts, Ignorieren dagegen schon — Aufmerksamkeit braucht der Troll nämlich zum Leben. Falls Sie ein Forum betreiben, achten Sie auf richtigen Umgang mit ungebetenen Gästen:
Also Trolle nicht füttern, zwielichtige Accounts sperren und eine Begrenzung der Beiträge von neu angemeldeten Usern einrichten. Der Diskussionskultur Ihrer Communitys wird es nutzen.
